Category: Gedankensprünge


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Es ist an der Zeit.

Ich möchte mich ganz herzlich bei euch bedanken. Das ihr mich so lange ertragen habt. Einige von euch begleiten mich nun schon seit vielen Jahren. Es hat mir sehr viel Freude bereitet hier meine Texte zu schreiben und zu veröffentlichen. Es gab Tage da brauchte ich Stunden um was halbwegs Vernünftiges zustande zu bekommen. Und dann gab es Momente da stand ich mitten in der Nacht auf und in zwanzig Minuten flossen die Gedanken nur so aus mir heraus. Auch ihr wart mir immer Ansporn und Herausforderung. Natürlich vor allem ich mir selber. Ich schreibe für mich und doch ist es schön zu spüren das manche meiner Sichtweisen auf das Leben euch nicht fremd sind. Dafür danke ich euch. Für dieses Gefühl der Gemeinsamkeit. Das ist im richtigen Leben oft schwer zu finden. Wenn euch etwas gefallen hat dann habt ihr „gefällt mir“ gedrückt oder kommentiert. In meinem Nicht-Internet-Umfeld können eher wenige mit meiner Wald und Wiesen Rumpelpoesie etwas anfangen.  Aber das macht nichts; dafür seid ihr ja da, und dafür danke.

Doch nun ist der Tag gekommen.

Es ist vorbei.

Ich bin zu Ende. Leer. Und doch übervoll. Ach; es ist nicht so einfach…

Nicht das ich keine Ideen mehr hätte; davon schlummern noch so einige in mir… Aber es ist eine Frage die mich umtreibt. Die Frage nach dem Sinn. Und es bohrt und treibt in mir das ich es kaum noch aushalte. Und dafür gibt es mehrere Gründe.

Bei diesem weltpolitischen Wahnsinn der uns in diesem Moment angetan wird erscheinen mir meine zwischenmenschlichen Beziehungsgedichte oder Gefühlsduseleien einfach viel zu klein und unbedeutend und lächerlich. Die ganze Welt tanzt am Abgrund und ich schreibe von Küsschen und Blümchen und Sehnsucht. Ich kann so einfach nicht mehr weiter machen. Der Zustand der Welt und auch der meines Heimatlandes lassen mich erschrecken und fast erfrieren.

Ich weiß auch das Blümchenküsschensehnsucht das Leben ausmacht und das es sehr wohl darum geht…Aber fragt mich nicht…es ist eben so…

Das bedeutet nun nicht das ich blind bin; ich sehe die wunderschöne Natur, spüre wie alles grünt und blüht, sehe die Knospen aufplatzen, rieche und schmecke den Frühling und das Leben.

Dann gibt es auch noch ein paar persönliche Gründe für mich. Ich möchte allein sein. Mit mir und mit meinen Gedanken. Erstmal jedenfalls. Ich weiß also noch nicht ob das nur eine Pause ist. Oder für immer. Oder kurze Pause oder lange Pause. Es tut mir leid. Ganz vielen lieben Dank das ihr mir so lange treu wart.

Ich wünsche euch von Herzen alles Gute

Vielleicht bis später,

man soll ja nie nie sagen…

Tschüßi  Euer Andreas

:kaffee: J.C.P. :wink:

.

 

etwa so

geschlossene Gesellschaft

es glitzert so toll

die Nummer vergeben

die Tanzfläche ist voll

gefühlte Gedanken

unheimlich viel

es klang so einfach

der Weg ist das Ziel

oh diese Sehnsucht

die nicht vergeht

ein wenig Hoffnung

es ist niemals zu spät

ein Herz voller Liebe

geben und spüren

das Leben hat viele

geöffnete Türen

© J.C.P.

 

 

 

 

heiß wie eine Plättschnur…

ihr könnt euch nicht vorstellen

ist das ein Gezische

wenn ich mit der flachen Hand

über meine Stirn drüberwische

knapp vierzig Fieber

ich weiß nicht was das soll

ich habe mir die Zudecke über den Kopf gezogen

es ist alles nicht so toll

ob ich Männchen oder Weibchen bin

kann ich im Moment nicht sagen

es ist mir auch egal

ich habe überhaupt keine Fragen

ich kann nur vom Wasserkocher

denken bis zum Bett

normalerweise finde ich es

im Bett eigentlich recht nett

doch nun muss ich heute Nacht versuchen

die Dampfmaschine herunterzuregeln

na mal sehen vielleicht kann ich ja wenigstens

in meinen Fieberträumen die Welt umsegeln

heute schaut mich im Spiegel scheinbar

ein Junkie an mit wirrem Blick

wir lesen uns dann morgen

da ist hoffentlich alles wieder schick

© J.C.P.

PI-PA-POster Nr.12040152631S

 

im Wald

 

diese

Ruhe

zwischen

knackenden

Ästen

zwitschernden

Vögeln

inmitten

sich

sanft

wiegender

Bäume

das

Leben

gesucht

und

gefunden

 

© J.C.P.

Traumbeziehungsweiseja

da ich nun weiß das sich alle elf Minuten jemand verliebt

bin ich mir fast sicher das es dich gibt

ahnst du eigentlich was du versäumst

während du immer von einem Anderen träumst

ich könnte dir die Stiefel ausziehen

oder dir einen Tee aufbrühen

dir ganz sanft den Rücken massieren

mit dir gemeinsam etwas Neues probieren

dir das Frühstück ans Bett servieren

gemeinsam das Gefühl für die Zeit verlieren

wir wären wie zwei Jalapeños in unserer Beziehung

natürlich wäre nicht alles nur Vergnügung

wir würden beide den Alltag meistern

akzeptieren für was wir uns begeistern

uns gegenseitig Freiräume lassen

beim Spazierengehen uns an den Händen fassen

ich würde mit dir ins Kino gehen wollen

im Herbst mit dir zwischen bunten Blättern herumtollen

wir könnten Urlaubspläne schmieden

Rundflüge fliegen

Blumen mitbringen

Lieder singen

gemeinsam lachen

alles solche Sachen

zwischendurch kuscheln

deine Haare verwuscheln

einen Kuss auf die Nasenspitze geben

auch Brennholz sägen

für unseren Kamin

naja – erstmal bauten wir ihn

ich würde für dich in unserer Küche kochen

am Abend deine losen Blätter mit dem Locher lochen

dir stundenlang in deine wunderschönen Augen schauen

dir vertrauen

dich verführen

gemeinsam spüren

oder mit Vanillesoße ein lachendes Gesicht

auf die Götterspeise malen doch vielleicht gefällt dir das nicht

vielleicht ist das alles nicht dein Stil

oder ich erwarte viel zu viel

oder du denkst was ist denn das für einer

oder etwas anderes und ein wenig gemeiner

ich habe keine Ahnung und davon recht viel

doch irgendwie ist da so ein unbestimmtes Gefühl

jetzt genau in diesem Moment schmunzelst du und schaust in die Luft

und atmest auch diesen verführerischen Duft

von Frühling und Aufbruch und Liebe und Leben

ich bin froh es scheint dich wirklich zu geben

in meinen Träumen bist du mir schon mehrfach begegnet

auch letzte Nacht doch da hat es geregnet

du hast nicht gelächelt und dir die Kapuze ins Gesicht gezogen

das du mich freundlich angeblickt hättest das wäre jetzt gelogen

und auf meine Frage geht es dir gut

antwortetest du und in deiner Stimme lag ein klein wenig Wut

„lass mich einfach in Ruhe“

außerdem hättest du pitschnasse Schuhe

ich verstehe das gut der Alltag ist manchmal gemein

nicht immer ist alles nur Sonnenschein

sicher bist du in meinem nächsten Traum zu mir wieder nett

ich hoffe es sehr darum gehe ich jetzt ins Bett

wir wollen doch mal sehen wie es weitergeht mit uns beiden

bleib so wie du bist ich kann dich gut leiden

jeder Mensch ist nicht immer gleichmäßig lieb

obwohl ich das in diesem Text noch nicht schrieb

ich kann manchmal ganz schön bescheuert sein

vielleicht ist es doch besser ich bleibe allein

ich weiß nicht ob ich dir mich zumuten kann

so die elf Minuten sind vorbei – na dann

alles wird gut und bis zum nächsten Mal

vielleicht sahst du mich in deinem Traum ja auch schon einmal

siehst du mich noch mal dann grüß mich von mir

natürlich nur wenn du möchtest ich verlange nichts von dir

wenn ich dich in deinem Traum erkenne dann ist alles klar

dann wissen wir zwei das es so war

jeder von uns beiden hat an den anderen gedacht

damit ist doch schon mal ein Anfang gemacht

© J.C.P.

 

Fliegerin und Flieger

alles wird schöner

durch die Liebe

sagt sich

die Eintagsfliege

und verknallt

sich prompt

in den erstbesten

Eintagsfliegerich

der kommt

wenn sie sich in die

Fiiegenaugen seh’n

ist der Tag

so wunderschön

die Zeit verfliegt

viel zu schnell

kaum ist es dunkel

wird es

wieder hell

sie haben

keine Wahl

und erleben alles

nur ein Mal

gerade erst

lernten sie fliegen

dann sterben sie

noch während

sie sich lieben

© J.C.P.

lebensfroh

buntbetupfte

Frühlingsgedanken

tanzen mit

einem Lächeln

aus Liebe

in den Tiefen

der Seele

spürst du

die Wärme

sie streicheln

zarte Gefühle

träumen sich

in deine Nähe

du flüsterst

ganz leise

zärtliche Worte

am Klang

deiner Stimme

fühle ich

sie sind

nur für mich

bestimmt

bist du

die Sehnsucht

der Frühling

die Hoffnung

das Leben

das Glück

die Liebe

miteinander

verbunden

© J.C.P.

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bügelfrei

unscharfe Bilder

selbstlos gemalt

zu viele Schilder

wer hat sie bezahlt

die Blume im Knopfloch

sie leuchtet so blau

ja was denn nun noch

keiner weiß es genau

leicht verblasste Farbanstriche

abgeklebte Türspione

unmoderne Beistelltische

ausgesuchte Telefone

scheinbar fehlt doch irgendwie

irgendetwas Wichtiges

warum fragt denn nie

jemand etwas Richtiges

stimmige Fragen sind ausgeblieben

trotz wissender Blicke und gespitztem Mund

Textpassagen wurden umgeschrieben

wofür ist was der Grund

prägende Schlüsselerlebnisse

im Häusermeer verschwunden

nicht repräsentative Umfrageergebnisse

leider niemals wiedergefunden

wozu in den weitläufigen Parkanlagen bleiben

die vorgestellte Parkuhr hat keiner geseh’n

Namenszüge auf Autoglasscheiben

ungefragt und doch so schön

oder wenn zwielichtige Gestalten

leise flüstern an Nachbartischen

sich dabei kreativ entfalten

während sie im Trüben fischen

in den abgespeckten Varianten

wiederholtes Kopfgeschüttel

über entgegenkommende Passanten

heiligt doch der Zweck die Mittel

auch wegen der tanzbeinschwingenden Seniorenrunde

deutlich verspürtes Unbehagen

vielleicht feiern sie die Laborbefunde

Fragen über Fragen

anderer Leute Bügelfalten

zu beurteilen fällt manchen nicht schwer

ihr eigenes Leben interessant zu gestalten

dafür umso mehr

© J.C.P.

 

was ist schon vernünftig

er hat

in seinem Leben

schon so einiges probiert

oft haben

seine Gedanken

seine Gefühle entführt

einst ist er

mit einer Rakete

an der Uhr vorbeigeflogen

doch heute

zum Dinner

ist der Kapitän falsch angezogen

die Jacke

verschlissen

das Hemd zerknittert

sein Blick

etwas traurig

aber nicht verbittert

leider ist

zum Empfang

niemand gekommen

umsonst

dekoriert

denkt er etwas beklommen

was soll’s

wenigstens hat er sich

nicht in Schale geschmissen

hier unten

wird ihn also

keiner vermissen

so geht

das nun

seit vielen Jahren

er kennt

die Untiefen

ist sehr erfahren

er geht zurück

auf die Brücke

und blickt in die Nacht

so hat er

sein halbes

Leben verbracht

es ist gut

wie es ist

denkt er zufrieden

lieber ist er

auf großer Fahrt

statt im Hafen zu liegen

er möchte

nicht vom Ufer aus

die Sterne zählen

könnte

er heute

noch einmal wählen

er führe

sicher

wieder hinaus

dort ist er

am Leben

dort ist er zu Haus

in der Nacht

tauchen am Horizont

die Sterne ins Meer

manchmal

glaubt er

das es so wär

und er

ist dabei

er ist einer von ihnen

sie sind

viel näher

als sie einst schienen

die ganze Welt

ist eine Kugel

er bewegt sich mit ihr

dabei

träumt er

und er liebt sie dafür

© J.C.P.

 

überhaupt

die Leere

im Kopf

der Schrei

nach Liebe

das Gefühl

der Ohnmacht

das Wissen

um dich

der Mut

der Verzweiflung

die Tränen

der Einsamkeit

der Kuss

der Erinnerung

die Schmerzen

im Herzen

dein Lachen

so vertraut

die Gedanken

an dich

so versaut

die Vorfreude

auf die Zukunft

das Leben

so kurz

das Glück

so vergänglich

die Zeit

so schön

jede Minute

im Traum

mit dir

© J.C.P.