Archive for Dezember, 2017


PI-PA-POster Nr.13121104533F

 

…nun also der letzte Tag des Jahres

 

rückblickend meine ich lieber nach vorn blicken zu wollen

ich weiß sowieso nicht was diese ganzen Rückblicke sollen

passiert ist passiert da ist nichts mehr zu machen

im besten Fall könnte man vielleicht darüber lachen

was mir sehr schwer fällt in der großen Politik

weil es da nur sehr weniges zum Lachen gibt

sarkastisch vielleicht da gäbe es genug

doch es überwiegt eigentlich die Wut

darüber wie sie versuchen uns zu manipulieren

statt dieses Land gerecht zu regieren

Wahrheiten werden einfach weggelassen

während sie Steuergelder verprassen

Diäten erhöhen und um Posten ringen

Rentner um den Lohn ihrer Arbeit bringen

empört mit dem Finger auf die Anderen zeigen

nein so kann es nicht bleiben

darum denke ich lieber an morgen

wenn auch mit sehr großen Sorgen

ich befürchte es wird noch schlimmer

es ist wie immer

Politiker leben in anderen Relationen

vor allem für sie muss es sich lohnen

es wird zuerst an die eigene Zukunft gedacht

in jedem System wird das so gemacht

im faulenden und sterbenden Kapitalismus so wie Karl Marx es beschrieb

allerdings ist auch nicht zu übersehen was vom Sozialismus übrig blieb

und vom Faschismus will ich hier überhaupt nicht reden

Gott sei Dank musste ich nicht in dieser Zeit leben

mir ist nicht wohl wenn ich nach vorne blicke

der Kragen wird mir eng es ist als ob ich ersticke

denk ich an Deutschland in der Nacht

bin ich um den Schlaf gebracht

wie ich meine

schrieb Heinrich Heine

dieses Gedicht

sicherlich nicht

nur für die damalige Zeit

es besteht die Möglichkeit

sich in Ansätzen wiederholende Geschichte

aktualisiert alte Gedichte

ich möchte eigentlich positiv in die Zukunft blicken

zu Silvester einen Pfannkuchen verdrücken

ich muss mich dazu zwingen

es wird schon gelingen

das mit dem Pfannkuchen schaffe ich ganz bestimmt

und das Positive – na wie man’s nimmt

wenn man es schon wenn es nicht negativer wird positiv sieht

oder wenn es nicht positiver wird keine negative Bilanz zieht

wie dem auch sei

so oder so geht alles vorbei

rutscht gut rein ins neue Jahr

denkt nicht zuviel an das was war

während die Uhren ticken

freundlich blicken

die Liebsten küssen

Gedanken müssen

frei sein und offen

dann kann man hoffen

auf ein Jahr mit weniger Sorgen

„Frohes Neues“

wünsch ich euch erst morgen

 

© J.C.P

PI-PA-POster Nr.15121953501W

hoffentlich keine Null

 

immer wieder sagt er sich

das ist ganz normal

auf einer Skala von eins bis zehn

besetzt er keine Zahl

er hofft er ist keine Null

auch an die Elf glaubt er nicht so richtig

doch eigentlich ist ihm das alles

überhaupt nicht so wichtig

es ist etwas anderes das ihn

skeptisch in den Spiegel blicken lässt

dazu bellte ihn gestern noch ein Hund an

es war ein ganz kleiner das gab ihm den Rest

er weiß nicht ob in seinem Kopf

noch alle Tassen im Schrank sind

manchmal denkt er dort oben

weht nur noch ein stürmischer Wind

es kann doch nicht sein

das man sich mit Dingen vergleicht

Gegenstände haben doch keine Seele

oder doch? – na höchstens vielleicht

manchmal denkt er er sei ein Schiff

das nur vor Anker liegt schon lange Zeit

und für die ganz große Reise

ist es noch nicht soweit

oder er ist ein Flugzeug

das immer höher steigt

ein glücklicher Kugelschreiber

der nur schöne Sätze schreibt

ein Auto das gegen die Wand prallt

doch dabei unversehrt bleibt

ab und zu ist er sein eigener Wecker

der mit der Zeit übertreibt

oder er wäre so gern sein altes Telefon

das mit allen Menschen sprechen kann

mit denen er jemals verbunden war

und das nicht nur sprachlich irgendwann

manchmal fühlt er sich auch

wie eine leere Flasche Wein

es gibt Tage da ist er

ein fast mittelgroßer Stein

warum er nicht gern ein großer wär

das ist schnell erklärt

wobei eigentlich wäre riesengroß

manchmal auch nicht verkehrt

doch ein zu großer Stein

würde immer an der gleichen Stelle liegen

dabei möchte er so gern mal

übers Wasser fliegen

einen zu kleinen Stein

könnte man sicher übersehen

aber als fast mittelgroßer

da müsste es gehen

er würde lange liegen

am Ufer von einem stillen See

bis eines Tages eine schöne Frau

mit ihrem kleinen Zeh

ihn anstupsen würde

dann würde sie voller entzücken

den unscheinbaren fast mittelgroßen Stein

zwischen all den anderen erblicken

was nun alles passieren könnte

ist noch nicht ganz klar

weil das was noch kommt

ja noch nicht war

also es könnte sein

sie würfe den Stein

ins Wasser hinein

das wär zwar gemein

doch er könnte fliegen

direkt übers Wasser

leider nur für einen Moment

dann wird alles nasser

oder den Stein den sie fand

nähme sie nicht in die Hand

sie drückte ihn mit dem Fuß in den Sand

wie lange er dort stecken müsste ist nicht bekannt

oder – und das wäre vorerst

sicherlich das schönste Ende

sie nähme den fast mittelgroßen Stein

in ihre wunderschönen Hände

und steckte ihn

in ihre Tasche hinein

gern würde er dort

für ein Weilchen sein

doch wer weiß was dann

bei ihr zu Hause passiert

wie lange sie sich

für ihn interessiert

vielleicht würde er als

fast mittelgroßer Briefbeschwerer enden

oder sie würde ihn

überhaupt nicht mehr verwenden

nein danke da möchte er schon lieber

ihr Lippenstift sein

doch das ist eine andere Geschichte

und es könnte sein

das ihr euch langweilt

und denkt was ist das für ein Idiot

Lippenstifte sind doch

einfach nur rot

nun ein wenig rot

wird er gelegentlich auch

besonders wenn im Sommer

die Sonne scheint auf seinen Bauch

schon wieder völlig

das Thema verfehlt

ich habe euch doch

am Anfang erzählt

das er auf dieser Skala

nicht zu finden ist

ich wollte nur

das ihr wisst

er könnte wenn er möchte

die Tasse sein die im Schrank fehlt

doch wer hat schon jemals

die Tassen gezählt

© J.C.P.

 

 

 

 

PI-PA-POster Nr.15121952811W

nein doch

 

als ob

die Zeit

nicht vergeht

wenn man

die Zeiger der Uhr

rückwärts dreht

ich probierte

es schon

ziemlich oft

drehte an der Uhr

und habe

gehofft

ich könnte es

überlisten

das Leben

doch bis jetzt

ging es

jedesmal daneben

das mit der Uhr

und ein wenig

das Leben auch

vielleicht höre ich

doch lieber

auf meinen Bauch

der mir sagt

lass die Uhr

so wie sie ist

verändere dich

und bleib

wie du bist

ich weiß nicht

ob ich es wirklich

so machen soll

denn manchmal

finde ich es

doch recht toll

mir vorzustellen

ich könnte

die Zeit verdrehen

vielleicht

müsste ich

einfach mal sehen

was passiert

wenn ich die Zeiger

vorwärts drehe

wenn ich

mich in der

Zukunft sehe

nein

doch

lieber nicht

denn was mir

das Leben

verspricht

möchte ich

auch alles

selbst erleben

ohne mich

nur in der Zeit

zu bewegen

ich bin zwar

ein Träumer

doch ich ahne die Realität

man dreht

an seiner Uhr

die doch irgendwann steht

 

© J.C.P.

PI-PA-POster Nr.13122009911N

IQ fraglich

PI-PA-POster Nr.13122009631N

 

IQ

fraglich

 

Riesenräder

kennt ja jeder

nur wieso

heißen sie so

ist es wirklich bewiesen

das einst Riesen

sie erfanden

oder entstanden

die Räder vor den Riesen

daraus könnte man schließen

sind die Räder länger als die Riesen da

wäre das schon etwas mehr als sonderbar

© J.C.P.

Es tut mir leid. Und sowas heute.

 

PI-PA-POster Nr.13122009681N

PI-PA-POster Nr.13122009701N

 

Ich wünsche euch schöne und besinnliche Feiertage.

PI-PA-POster Nr.13121104144F

Frohes Weihnachtsfest!

 

wieder mal im Windkanal

warum hörst du dich nicht

wenn du dich rufst

wieso findest du dich nicht

wenn du dich suchst

weinen kannst du doch

obwohl du lachst

liebst du wirklich

das was du machst

leise erklingt Musik

so schön und so wild

wird es jemals fertig

das letzte Bild

sind Gedanken gesprochen

so wie man sie fühlt

der Sturm peitscht das Meer

das Bett ist zerwühlt

Glück fest versprochen

wie mit dem Schwert

zerschnittener Himmel

war es das wert

über weite Täler

lautlos zu gleiten

oh doch die Liebe

hat so viele Seiten

keiner bestimmt

über das Herz in der Brust

es schlägt von allein

voller unbändiger Lust

es zuckt und es lebt

du kannst es nicht steuern

es brennt lichterloh

wie in glutheißen Feuern

wartet die Zeit

bis man sie versteht

es ist das Leben

das täglich entsteht

dein Einfluss darauf

ist leider begrenzt

es ist als ob du

den Berg runterrennst

immer schneller und schneller

gerade warst du noch Kind

und deine Tränen

trocknet der Wind

lautlos fliegst du

durch die Nacht dahin

du möchtest schreien

es braucht keinen Sinn

Lichter tanzen

unheimlich schön

alles beginnt sich

wie rasend zu dreh’n

es ist dein Traum

der ist explodiert

du hast mal wieder

zu viel fantasiert

manchmal ist das so

mit den Gedanken

Kartenhäuser entstehen

oder du spürst sie wanken

doch auch zarte Rosen

kannst du blühen sehen

Träume muss man

nicht immer verstehen

sie gehören nur dir

und sind das Ventil

in ihnen schaust du

bis weit hinter das Ziel

sie helfen dir deine Schritte

in neue Richtungen zu lenken

oder zumindest einmal

darüber nachzudenken

© J.C.P.

 

Beobachter

PI-PA-POster Nr.13122009801N

 

http://erlebnisland.de/sachsen-anhalt/lutherstadt-wittenberg/sehenswuerdigkeiten/marktplatz-rathaus-wittenberg

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